Aktuelle Debatten diskutieren die Thematik, dass unsere Gesellschaft im Allgemeinen und die deutsche Sprache im Besonderen zunehmend mit unvorteilhaften Veränderungen zu kämpfen hat. Als Sprachenschule werden auch wir regelmäßig mit der Frage konfrontiert, ob es sinnvoll ist, Kindern eine Fremdsprache beizubringen, wenn die eigenen Sprache doch bereits im eigenen Land ins Hintertreffen gerät, sei es durch Migration, Umgangssprache oder zunehmende Amerikanisierung durch die Medien. Unsere Position dabei ist klar: Zugang zu anderen Sprachen zu haben ist niemals Verlust oder Verdrängung, sondern stets ein Gewinn. Fremdsprachenkenntnis fördert Kommunikation und das Verständnis untereinander und ist daher ein kostbares Gut, das es früh zu fördern gilt. In unseren Kursen ist es uns ein Anliegen, den Kindern nicht nur die andere Sprache, sondern auch die Kultur des anderen Landes näherzubringen.
Allerdings ist es nicht nur der Fremdsprachenerwerb, sondern auch das Ziel unserer Bemühungen an sich, welches in Frage gestellt wird: und zwar die Kinder. Dass Deutschland langsam überaltert, ist lange kein Geheimnis mehr. Bereits seit Jahrzehnten liegt die Geburtenrate in Deutschland weit unter der notwendigen Erhaltungsrate von 2,1 Geburten pro Durchschnittsfrau. Das letzte Mal wurde dieser Wert 1970 erreicht. Das heißt im Klartext: wir werden immer weniger. Europaweit sind wir sogar das Schlusslicht. Bei der heutigen Sachlage haben Experten für das Jahr 2050 einen Bevölkerungsrückgang von heute ca. 82 auf 71 Millionen prognostiziert. Dabei wird der Anteil der über 65-jährigen stetig steigen, während die Anzahl der unter 20-jährigen immer weiter schwindet. Vor fünf Jahren noch lag das Durchschnittsalter der Bevölkerung bei 38 Jahren. Jetzt liegt es bereits bei 44. Das ist ein demographischer Wandel, der sich vollzieht: Deutschland wird immer älter.