ClubK - Kids & Sprachen

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Natürliche Ressourcen nutzen

Die Wissenschaft plädiert für einen möglichst frühzeitigen Zweitspracherwerb. Aus der Erfahrung wissen wir, dass sich Kleinkinder spontan, unbefangen und unbeschwert einer Fremdsprache nähern und sich mit ihr auseinandersetzen. Dass dies auch eine wissenschaftlich fundierte Basis besitzt, möchten wir durch die Stimmen namhafter Wissenschaftler belegen.

Wir beginnen mit dem Sprachforscher Prof. Dr. Jürgen M. Meisel und Prof. Dr. Wolf Singer, dem Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung. „Die optimale Phase, in der Kinder am besten die Grammatik und die Phonologie einer Sprache aufnehmen und erlernen, liegt vermutlich zwischen dem dritten und fünften Lebensjahr. Mit zehn Jahren ist es auf jeden Fall zu spät.“

Prof. Dr. Jürgen M. Meisel, Sprachforscher vom Sonderforschungsbereich Mehrsprachigkeit der Universität Hamburg, in dem Artikel „You want some more Apfelmus?“ in der Süddeutschen Zeitung vom 16.04.2002.

„Die Erstsprache wird mühelos erlernt, wenn die Interaktionen mit einer sprachkompetenten Umwelt im richtigen Zeitfenster erfolgen. Das Erlernen der Zweitsprache, die meist erst im Schulalter angeboten wird, ist sehr viel schwerer […]. Kinder wollen sprechen und durchlaufen eine sensible Phase, in der sie Sprachkompetenz besonders schnell und mühelos erlangen. Hier könnte das frühe Angebot einer zweiten Sprache die Nutzung natürlicher Ressourcen ohne Überforderung optimieren.“

Prof. Dr. Wolf Singer, Direktor des Max-Planck-Instituts für Hirnforschung, in einem Vortrag im Juni 2001 in Frankfurt am Main.